Das Wichtigste in Kürze

  • Außerorts zu schnell gefahren? Je nach Höhe der Geschwindigkeitsüberschreitung drohen Bußgeld, Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot.
  • Ab 21 km/h zu schnell außerorts wird in der Regel ein Punkt im Fahreignungsregister eingetragen.
  • Ein reguläres Fahrverbot droht außerorts ab 41 km/h zu schnell. Eine erste Orientierung bietet der Fahrverbot-Rechner.
  • Ein Einspruch kann sich lohnen, wenn Messung, Fahreridentifizierung, Beschilderung, Toleranzabzug oder Fristen zweifelhaft sind.

Was droht bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts?

Wer außerhalb geschlossener Ortschaften zu schnell fährt, muss je nach Tempoverstoß mit einem Verwarnungsgeld oder Bußgeld rechnen. Die Einordnung richtet sich nach dem Bußgeldkatalog Geschwindigkeit. Ab bestimmten Überschreitungen kommen Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot hinzu. Entscheidend ist, um wie viele km/h die zulässige Höchstgeschwindigkeit nach Abzug der Toleranz überschritten wurde.

Besonders relevant wird ein Geschwindigkeitsverstoß außerorts, wenn Sie beruflich auf den Führerschein angewiesen sind, sich noch in der Probezeit befinden oder bereits Punkte im Fahreignungsregister haben. Dann sollte der Bußgeldbescheid nicht vorschnell bezahlt werden.

Direkte Antwort

Bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts drohen für Pkw regelmäßig 20 bis 700 Euro Bußgeld. Ab 21 km/h zu schnell gibt es in der Regel einen Punkt. Ab 41 km/h zu schnell außerorts droht regelmäßig ein Fahrverbot.

Außerorts geblitzt? Prüfen Sie, ob sich ein Einspruch lohnt.
Laden Sie Anhörung oder Bußgeldbescheid hoch. Unsere Kanzlei prüft Frist, Vorwurf und mögliche Angriffspunkte. Für eine erste Orientierung zur Frist können Sie auch den Fristenrechner für den Einspruch gegen den Bußgeldbescheid nutzen.

Bußgeldtabelle: Geschwindigkeit außerorts mit Pkw

Die folgende Tabelle zeigt die typischen Regelsanktionen für Pkw bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts. Wenn Sie nicht außerorts, sondern innerorts geblitzt wurden, finden Sie hier die Übersicht zur Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts. Maßgeblich ist jeweils die Überschreitung nach Abzug der Messtoleranz.
Überschreitung außerorts Bußgeld Punkte Fahrverbot
bis 10 km/h 20 Euro 0 nein
11 bis 15 km/h 40 Euro 0 nein
16 bis 20 km/h 60 Euro 0 nein
21 bis 25 km/h 100 Euro 1 Punkt nein
26 bis 30 km/h 150 Euro 1 Punkt nein*
31 bis 40 km/h 200 Euro 1 Punkt nein*
41 bis 50 km/h 320 Euro 2 Punkte 1 Monat
51 bis 60 km/h 480 Euro 2 Punkte 1 Monat
61 bis 70 km/h 600 Euro 2 Punkte 2 Monate
über 70 km/h 700 Euro 2 Punkte 3 Monate
*Bei wiederholten Geschwindigkeitsverstößen kann ein Fahrverbot auch dann relevant werden, wenn Sie zweimal innerhalb eines Jahres mit mindestens 26 km/h zu schnell auffällig werden. Gebühren und Auslagen können zusätzlich zum Bußgeld anfallen. Eine grobe Berechnung bietet der Bußgeldrechner.

Ab wann droht außerorts ein Fahrverbot?

Ein Fahrverbot droht außerorts regelmäßig ab einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 41 km/h. Bei 41 bis 60 km/h zu schnell beträgt das Fahrverbot in der Regel einen Monat. Bei 61 bis 70 km/h sind regelmäßig zwei Monate vorgesehen, bei mehr als 70 km/h drei Monate.

Wichtig ist außerdem die Wiederholungstäterregelung. Wer innerhalb eines Jahres zweimal mit mindestens 26 km/h zu schnell auffällt, muss ebenfalls mit einem Fahrverbot rechnen. Ob diese Regelung tatsächlich greift, hängt von den konkreten Daten der Vorverstöße und der Rechtskraft ab.

Antwort für Betroffene

Wenn Ihnen außerorts ein Fahrverbot droht, sollten Sie den Bescheid anwaltlich prüfen lassen. In bestimmten Fällen können Messfehler, Verfahrensfehler oder besondere persönliche Umstände eine Rolle spielen.

Ab wann gibt es Punkte in Flensburg?

Bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts wird ab 21 km/h zu schnell regelmäßig ein Punkt im Fahreignungsregister eingetragen. Ab 41 km/h zu schnell sind in der Regel zwei Punkte vorgesehen. Punkte in Flensburg können insbesondere dann problematisch werden, wenn bereits Voreintragungen bestehen oder wenn der Entzug der Fahrerlaubnis näher rückt.

Das Fahreignungsregister wird beim Kraftfahrt-Bundesamt geführt. Dort werden relevante Ordnungswidrigkeiten und Straftaten im Straßenverkehr gespeichert. Für eine erste Orientierung zur Tilgung kann der Punkteverfall-Rechner hilfreich sein.

Welche Toleranz wird bei einer Messung außerorts abgezogen?

Bei Geschwindigkeitsmessungen wird regelmäßig ein Toleranzabzug vorgenommen. Bei vielen standardisierten Messverfahren gilt bis 100 km/h häufig ein Abzug von 3 km/h, bei höheren Geschwindigkeiten häufig ein Abzug von 3 Prozent. Entscheidend ist aber immer das konkrete Messverfahren und die Auswertung im Einzelfall.

Gerade außerorts kann die Toleranz entscheidend sein. Schon wenige km/h können darüber entscheiden, ob nur ein Bußgeld oder zusätzlich ein Punkt beziehungsweise ein Fahrverbot droht.

Welche Fehler können bei einer Geschwindigkeitsmessung außerorts auftreten?

Nicht jeder Bußgeldbescheid ist automatisch richtig. Auch bei standardisierten Messverfahren können Fehler auftreten. Deshalb sollte geprüft werden, ob die Messung ordnungsgemäß durchgeführt und dokumentiert wurde. Das betrifft sowohl mobile als auch stationäre Blitzer.

Typische Prüfungsansätze bei Tempoverstößen außerorts

  • War das Messgerät gültig geeicht?
  • Wurde das Gerät korrekt aufgestellt und bedient?
  • Ist das Messfoto eindeutig?
  • Ist der Fahrer sicher identifizierbar?
  • Wurde die richtige Höchstgeschwindigkeit zugrunde gelegt?
  • War die Beschilderung eindeutig erkennbar?
  • Wurde der richtige Toleranzabzug berücksichtigt?
  • Sind Anhörungsbogen, Zustellung und Verjährung korrekt behandelt worden?

Blitzer außerorts: Warum Messungen besonders geprüft werden sollten

Gerade bei Blitzern außerorts können kleine Details große Folgen haben. Oft entscheidet bereits ein geringer Unterschied bei der gemessenen Geschwindigkeit darüber, ob nur ein Bußgeld oder zusätzlich Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot drohen.

Deshalb sollten Betroffene nicht nur die Höhe des Bußgeldes prüfen, sondern auch die Messung selbst: War das Messgerät korrekt geeicht? Wurde die Messstelle ordnungsgemäß eingerichtet? Ist der Fahrer auf dem Messfoto eindeutig erkennbar? Gerade bei einem drohenden Fahrverbot kann eine genaue Prüfung der Unterlagen entscheidend sein.

Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts in der Probezeit

Für Fahranfänger kann eine Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts besonders unangenehme Folgen haben. Ab 21 km/h zu schnell liegt regelmäßig ein sogenannter A-Verstoß vor. Das kann zur Verlängerung der Probezeit und zur Anordnung eines Aufbauseminars führen.

Deshalb sollten Fahranfänger einen Bußgeldbescheid nicht nur wegen des Bußgeldes bewerten. Die verwaltungsrechtlichen Folgen für die Fahrerlaubnis können deutlich schwerer wiegen. Für eine erste Orientierung zur Probezeit kann der Probezeit-Rechner Führerschein genutzt werden.

Lohnt sich ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid?

Ein Einspruch kann sich lohnen, wenn Zweifel an der Messung, der Beschilderung, der Fahreridentifizierung oder der Einhaltung von Fristen bestehen. Häufig beginnt das Verfahren zunächst mit einem Anhörungsbogen, einem Zeugenfragebogen oder einem anderen Behördenschreiben. Auch bei drohendem Fahrverbot oder Punkten ist eine anwaltliche Prüfung sinnvoll, bevor der Bescheid rechtskräftig wird.

Wichtig ist die Frist: Gegen einen Bußgeldbescheid kann grundsätzlich innerhalb von 14 Tagen nach Zustellung Einspruch eingelegt werden. Wer diese Frist versäumt, kann sich später oft nur noch schwer gegen die Folgen wehren.
Punkte oder Fahrverbot wegen Geschwindigkeit außerorts?
Unsere Kanzlei prüft, ob ein Einspruch gegen Ihren Bußgeldbescheid sinnvoll ist.

Warum Stolle Rechtsanwaltsgesellschaft?

Die Stolle Rechtsanwaltsgesellschaft mbH unterstützt Betroffene bundesweit im Verkehrsrecht. Bei Geschwindigkeitsverstößen prüfen wir nicht nur das Bußgeld, sondern auch Punkte, Fahrverbote, Fristen, Messunterlagen und die konkrete Verteidigungsstrategie.
Erfahrung im Verkehrsrecht Prüfung von Anhörungen, Bußgeldbescheiden, Messungen und Fahrverbotsrisiken.
Bundesweite Vertretung Digitale Bearbeitung und klare Kommunikation unabhängig vom Wohnort.
Klare Ersteinschätzung Transparente Einschätzung, ob sich ein Vorgehen gegen den Bescheid lohnt.

FAQ zur Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts

Was kostet eine Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts?

Bei Pkw reicht das Bußgeld außerorts regelmäßig von 20 Euro bis 700 Euro. Je höher die Geschwindigkeitsüberschreitung, desto eher kommen Punkte und ein Fahrverbot hinzu.

Ab wann bekomme ich außerorts einen Punkt?

Ab 21 km/h zu schnell außerorts wird regelmäßig ein Punkt im Fahreignungsregister eingetragen. Ab 41 km/h zu schnell sind in der Regel zwei Punkte vorgesehen.

Ab wann droht außerorts ein Fahrverbot?

Ein Fahrverbot droht außerorts regelmäßig ab 41 km/h zu schnell. Zusätzlich kann die Wiederholungstäterregelung greifen, wenn innerhalb eines Jahres zweimal mindestens 26 km/h zu schnell gefahren wurde.

Kann ich gegen einen Blitzer außerorts Einspruch einlegen?

Ja. Gegen einen Bußgeldbescheid kann grundsätzlich innerhalb von 14 Tagen nach Zustellung Einspruch eingelegt werden. Sinnvoll ist eine Prüfung besonders bei Punkten, Fahrverbot oder Zweifeln an der Messung.

Welche Fehler können bei Blitzern außerorts vorkommen?

Möglich sind unter anderem Fehler bei Eichung, Aufbau, Bedienung, Dokumentation, Fahreridentifizierung, Beschilderung oder Toleranzabzug. Welche Punkte relevant sind, hängt vom Messverfahren und der Akte ab.

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