Wer geblitzt wurde, steht oft vor mehreren Fragen: War die Messung korrekt? Welcher Toleranzabzug gilt? Drohen Punkte oder ein Fahrverbot? Und lohnt sich ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid? Auf dieser Seite finden Sie eine verständliche Übersicht zu Blitzern, Blitzerstandorten, Messfehlern und den wichtigsten nächsten Schritten.
Unsere Übersichten zu Blitzern außerorts und Blitzern innerorts helfen Ihnen, konkrete Messstellen besser einzuordnen.
Das Wichtigste in Kürze
- Nach einem Blitzerfoto kann ein Anhörungsbogen, Zeugenfragebogen oder direkt ein Bußgeldbescheid folgen.
- Entscheidend sind die gemessene Geschwindigkeit, der Toleranzabzug, der Messort und die Frage, ob der Fahrer eindeutig erkennbar ist.
- Messfehler können unter anderem bei Aufbau, Eichung, Messprotokoll, Bedienung, Beschilderung oder Fahreridentifizierung entstehen.
- Wenn Punkte, Fahrverbot, Probezeitfolgen oder berufliche Nachteile drohen, sollte der Bußgeldbescheid frühzeitig geprüft werden.
Was ist ein Blitzer?
Blitzerstandorte: innerorts, außerorts und auf Autobahnen
Konkrete Blitzerstandorte als Beispiel
Blitzer außerorts: Achim A27
Weitere Blitzer außerorts
Welche Arten von Blitzern gibt es?
| Blitzerart | Typischer Einsatz | Mögliche Prüfpunkte |
|---|---|---|
| Stationäre Blitzer | Feste Messstellen an Straßen, Kreuzungen, Ortseinfahrten oder Gefahrenstellen. | Eichung, Standort, Beschilderung, Messfoto, Datensatz, Fahrerzuordnung. |
| Mobile Blitzer | Messungen durch Polizei oder Ordnungsbehörden an wechselnden Standorten. | Aufbau, Bedienung, Schulung des Messpersonals, Messwinkel, Protokollierung. |
| Laser-Messgeräte | Häufig bei mobilen Kontrollen, teilweise mit Foto- oder Videodokumentation. | Zielerfassung, Entfernung, Bedienfehler, Dokumentation, Fahrzeugzuordnung. |
| Enforcement Trailer | Mobile Anhänger, die über längere Zeit an einem Messort stehen können. | Aufstellung, Ausrichtung, Eichung, Standortprotokoll, Sicherung der Messdaten. |
Können Blitzer fehlerhaft messen?
Typische Prüfpunkte nach einem Blitzerfoto
- Ist das Messgerät zum Tatzeitpunkt gültig geeicht gewesen?
- Wurde das Gerät nach Bedienungsanleitung aufgebaut und verwendet?
- Ist der richtige Toleranzabzug berücksichtigt?
- Ist der Fahrer auf dem Foto eindeutig erkennbar?
- Ist die Beschilderung am Messort eindeutig?
- Stimmen Tatzeit, Messort, Fahrtrichtung und Kennzeichen?
- Wurde der Bußgeldbescheid rechtzeitig zugestellt?
Welcher Toleranzabzug gilt beim Blitzer?
Welche Folgen drohen nach einem Blitzerfoto?
Wann lohnt sich ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid?
Geblitzt in der Probezeit: Warum ist das besonders riskant?
Was sollte ich tun, wenn ich geblitzt wurde?
So gehen Sie sinnvoll vor
- Bewahren Sie Ruhe und zahlen Sie nicht vorschnell, wenn Punkte oder Fahrverbot drohen.
- Prüfen Sie, ob Sie Anhörungsbogen, Zeugenfragebogen oder bereits einen Bußgeldbescheid erhalten haben.
- Notieren Sie das Zustelldatum, weil die Einspruchsfrist davon abhängt.
- Vergleichen Sie Messort, Fahrtrichtung, Kennzeichen und Fahrerfoto.
- Lassen Sie die Sache prüfen, wenn der Vorwurf erhebliche Folgen haben kann.
Häufige Fragen zu Blitzern
Was passiert, nachdem ich geblitzt wurde?
Nach der Messung wertet die Behörde die Daten aus. Häufig folgt zunächst ein Anhörungsbogen oder Zeugenfragebogen. Später kann ein Bußgeldbescheid ergehen, gegen den innerhalb der gesetzlichen Frist Einspruch eingelegt werden kann.
Kann ein Blitzer falsch messen?
Ja, möglich sind Fehler bei Aufbau, Bedienung, Eichung, Auswertung, Toleranzabzug oder Fahreridentifizierung. Ob ein Fehler im konkreten Fall verwertbar ist, lässt sich meist erst nach Prüfung der Messunterlagen beurteilen.
Wann droht nach einem Blitzer ein Fahrverbot?
Ein Fahrverbot droht vor allem bei höheren Geschwindigkeitsüberschreitungen oder bei wiederholten Verstößen. Entscheidend sind die vorwerfbare Geschwindigkeit nach Toleranzabzug und die Einordnung nach innerorts oder außerorts.