Rückruf bei Audi: Bremsmangel betrifft Elektro-SUVs
Beim Audi e-tron sorgen technische Probleme an der Bremsanlage für eine umfangreiche Rückrufaktion: Weltweit sind rund 96.000 Fahrzeuge der Baureihen e-tron und Q8 e-tron betroffen. In Deutschland müssen laut Kraftfahrt-Bundesamt 14.601 Fahrzeuge überprüft werden. Die Maßnahme läuft dort unter der Rückrufnummer 16411R.
Betroffen sind Modelle aus mehreren Baujahren zwischen 2018 und Mitte 2024 – darunter auch die Sportback-Versionen. Der Auslöser liegt in einem unscheinbaren, aber entscheidenden Detail: Eine Verschraubung im Bereich des Bremspedals kann sich lösen oder wurde möglicherweise nicht korrekt angezogen. Die Folge kann eine deutlich eingeschränkte Bremsleistung sein.
Was im Ernstfall passieren kann
Fällt die reguläre Bremsfunktion aus, bleibt laut der US-Verkehrsbehörde NHTSA nur noch ein Ausweichen auf alternative Systeme wie die elektrische Parkbremse oder Notbremsmechanismen. Das erhöht das Risiko kritischer Fahrsituationen erheblich, etwa bei hohen Geschwindigkeiten oder dichtem Verkehr.
Positiv: Bislang gibt es keine bestätigten Fälle, in denen der Defekt zu Unfällen geführt hat. Dennoch besteht Handlungsbedarf. In den Werkstätten wird die betroffene Verbindung geprüft und bei Bedarf korrekt nachjustiert. Für Fahrzeughalter ist die Maßnahme kostenfrei. Audi informiert die betroffenen Halter direkt oder über das KBA – ein schneller Termin in der Werkstatt ist empfehlenswert.
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Bin ich betroffen?
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Ende einer Baureihe: Q8 e-tron wird nicht weitergebaut
Der Ursprung des Problems liegt in der Produktion im Audi-Werk in Brüssel, wo die Modelle ausschließlich gefertigt wurden. Bereits zuvor hatte es kleinere Rückrufe gegeben, doch erst neu entdeckte Schwachstellen führten zu einer groß angelegten Ausweitung der Maßnahme.
Unabhängig davon hat Audi die Produktion inzwischen gestoppt: Das Werk wurde Anfang 2025 geschlossen, der Q8 e-tron läuft aus. Einen direkten Nachfolger hat der Hersteller bislang nicht angekündigt.


