Warum Audi den Rückruf ausweiten muss
Schon vor einigen Wochen hatte Audi einen großen Rückruf für mehrere Plug-in-Hybrid-Modelle gestartet. Nun zeigt sich jedoch, dass die Problematik weiter reicht: Auch A6, A7 und Q5 weisen potenziell fehleranfällige Zellmodule der Hochvoltbatterie auf. Wird ein Fahrzeug während des Ladevorgangs zu heiß, besteht im Extremfall Brandgefahr.
Mit der Ausweitung der Rückrufaktion soll verhindert werden, dass das Risiko unterschätzt wird. Insgesamt sind nun weltweit mehr als 53.000 Fahrzeuge zusätzlich betroffen – allein in Deutschland über 17.000.
- Die vollständige Maßnahme ist unter KBA-Referenz 15722R im Kraftfahrt-Bundesamt einsehbar.
Welche zusätzlichen Modelle umfasst der große Audi-Rückruf?
Während der ursprüngliche Rückruf vor allem die PHEV-Modelle A8, Q7 und Q8 betraf, wurde die Aktion nun erheblich ausgeweitet. Neu aufgenommen wurden die Baureihen Audi A6, A7 und Q5 aus dem Produktionszeitraum 01.08.2019 bis 31.08.2024. Weltweit sind 53.449 zusätzliche Fahrzeuge betroffen.
Über den offiziellen Rückruf-Check können Halter prüfen, ob ihr Fahrzeug dazugehört.
Was passiert in der Werkstatt?
Die Ausweitung des Audi Rückrufs bringt für viele Halter denselben Ablauf wie im ersten Teil der Aktion mit sich. In den Vertragshäusern wird ein Update des Batteriemanagements aufgespielt. Dieses erweitert die Überwachung kritischer Parameter und reagiert schneller auf Abweichungen:
Das System kann die Ladekapazität automatisch reduzieren und gibt bei Auffälligkeiten Warnhinweise im Kombiinstrument aus. Audi betont, dass bislang keine Schadensfälle bekannt sind, die Maßnahme jedoch vorsorglich notwendig ist.
Was sollten Halter jetzt tun?
Betroffene Fahrer sollten den Werkstatttermin nicht hinauszögern. Das Software-Update ist kostenlos, kann aber je nach Befund mehrere Tage in Anspruch nehmen. Bis zur Durchführung empfiehlt es sich, Ladevorgänge nicht unbeaufsichtigt zu lassen. Mit der Ausweitung stellt Audi klar: Die Sicherheit der Hochvoltbatterien hat oberste Priorität.


