Digitaler Führerschein ab Ende 2026
Ein zentrales Digitalprojekt im Verkehrsrecht ist der digitale Führerschein. Geplant ist, dass Fahrer ihre Führerscheindaten Ende 2026 in Deutschland per App auf dem Smartphone vorzeigen können. Bei Kontrollen könnte damit der digitale Nachweis genügen.
Wichtig: Der Kartenführerschein bleibt weiterhin gültig. Ziel ist es, den Alltag zu erleichtern, etwa wenn Dokumente vergessen werden.
Neue E-Auto-Förderung ab 2026
Ab dem 1. Januar 2026 wird eine neue Förderung für reine Elektrofahrzeuge aufgelegt. Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen sowie kleinere Unternehmen können beim Kauf eines E-Autos eine Prämie von bis zu 4.000 Euro erhalten.
Gefördert werden Fahrzeuge bis 45.000 Euro netto; Plug-in-Hybride sind ausgeschlossen. Auch gebrauchte E-Autos können unter Voraussetzungen einbezogen sein. Die Abwicklung erfolgt über das BAFA.
Kfz-Steuerbefreiung für E-Autos
Eine weitere wichtige Änderung: Die Kfz-Steuerbefreiung für reine Elektrofahrzeuge wird verlängert. Wer sein E-Auto bis zum 31. Dezember 2030 erstmals zulässt, kann weiterhin bis zu zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit sein. Unabhängig vom Zeitpunkt der Erstzulassung endet die Begünstigung jedoch spätestens am 31. Dezember 2035.
CO₂-Steuer: Sprit wird teurer
Zu den wichtigsten Kostenfaktoren zählt 2026 die nächste Stufe der CO₂-Bepreisung. Der Preis pro Tonne CO₂ wird voraussichtlich zwischen 55 und 65 Euro liegen.
Bei 65 Euro steigt Benzin rechnerisch um etwa 18,6 Cent pro Liter, Diesel um rund 20,5 Cent (jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer, Vergleichsbasis 2021). Wer viel fährt, sollte diese Mehrkosten frühzeitig einplanen – insbesondere bei längeren Pendelstrecken oder hoher Jahreslaufleistung.
Kfz-Versicherung: neue Typklassen 2026
Ab 2026 werden Typklasseneinstufungen in der Kfz-Versicherung neu berechnet. Rund zehn Millionen Autofahrer sind davon betroffen. Für etwa 5,9 Millionen Versicherte steigen die Typklassen, was höhere Beiträge bedeuten kann; rund 4,5 Millionen profitieren von günstigeren Einstufungen.
Zusätzlich werden Regionalklassen angepasst, sodass sich Beiträge je nach Zulassungsbezirk verändern können. Wer eine Beitragserhöhung befürchtet, sollte Vertragsbedingungen und Wechselmöglichkeiten prüfen.
HU-Plaketten: Fristen und Bußgelder
2026 müssen Fahrzeuge mit blauer HU-Plakette zur Hauptuntersuchung nach (§ 29 StVZO). Nach bestandener Prüfung gibt es eine braune Plakette; die nächste HU wäre dann 2028 fällig. Für Neufahrzeuge (Pkw und Wohnmobile bis 3,5 Tonnen) gilt zunächst eine Frist von drei Jahren.
Wer die HU überzieht, riskiert ein Bußgeld: Ab mehr als zwei Monaten sind 15 Euro fällig, zwischen zwei und acht Monaten 25 Euro. Bei mehr als acht Monaten drohen 60 Euro und ein Punkt in Flensburg.
Neue Verkehrsregeln im EU-Ausland
Auch außerhalb Deutschlands gibt es 2026 Änderungen. In Österreich sind kamerabasierte Zufahrtskontrollen geplant, die unberechtigte Einfahrten erfassen können – Bußgelder können auch deutsche Autofahrer treffen.
In den Niederlanden sind turnusmäßige Erhöhungen der Bußgelder vorgesehen, während Spanien bei Autobahnpannen zunehmend auf Warnleuchten statt Warndreiecke setzen möchte.
Großbritannien hingegen diskutiert über strengere Grenzen und Verfahren bei Alkohol- und Drogendelikten. Wer im Ausland fährt, sollte sich vor Reisebeginn über die aktuell gültigen Regeln informieren.


