Glatte Straßen und tiefer Frost
Die aktuelle Wetterlage sorgt in großen Teilen Deutschlands für gefährliche Verkehrsbedingungen. Laut Angaben des Deutschen Wetterdienstes besteht nahezu flächendeckend Glättegefahr. Besonders betroffen sind die Nordseeküste sowie der Harz, wo Schnee und kräftiger Wind zu Verwehungen führen können.
In der südöstlichen Hälfte Deutschlands werden örtlich Tiefstwerte von minus 10 bis minus 15 Grad erreicht. In exponierten Lagen wie dem Brocken sowie auf den Nordseeinseln sind zudem stürmische Böen möglich. Vor allem im Norden droht stellenweise Glatteis durch gefrierenden Regen, das Straßen innerhalb kürzester Zeit unbefahrbar machen kann.
- Bei Schnee und Eis gilt bundesweit die situative Winterreifenpflicht.
Unwetterlage zum Ende der Woche
Am Freitag, 9. Januar, verschärfen sich die Wetterverhältnisse erneut. Im Norden und Südwesten werden teils schwere Sturmböen erwartet, in Hochlagen sind sogar Orkanböen bis Windstärke 12 möglich. Parallel dazu fällt im Norden und im Bergland verbreitet Schnee, teilweise mit kräftigen Verwehungen und anhaltender Glätte.
Schneemengen und Lage am Wochenende
Auch der Samstag, 10. Januar, bringt vielerorts neue Schneefälle. In den Mittelgebirgen werden 5 bis 10 Zentimeter Neuschnee erwartet. In den Alpen und im Schwarzwald können lokal sogar 20 bis 40 Zentimeter zusammenkommen. Erst ab Sonntag, 11. Januar, rechnet der Wetterdienst mit einer schrittweisen Entspannung der Lage.
Folgen für Verkehr und Reisende
Die winterlichen Bedingungen wirken sich auch deutlich auf den Reiseverkehr aus. Die Deutsche Bahn meldet Verspätungen und Zugausfälle im Regional- und Fernverkehr. Bis mindestens 9. Januar sind unter anderem Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Bremen betroffen. Im Raum Berlin kann es zu Umleitungen kommen, der Halt in Berlin Südkreuz entfällt teilweise.
Auch der internationale Bahnverkehr leidet unter der Wetterlage: ICE-Verbindungen in die Niederlande sowie Züge nach Frankreich verkehren nicht durchgängig planmäßig.
Im Flugverkehr werden bislang keine flächendeckenden Störungen gemeldet. Am Flughafen Frankfurt ist jedoch der SkyLine-Betrieb aufgrund von Glätte vorübergehend eingestellt. Ersatzbusse verbinden die Terminals.
Bußgelder bei Verstößen im Winter
Für Autofahrer gilt: Tempo anpassen, Abstand vergrößern und unnötige Fahrten vermeiden. Wer sein Fahrzeug nicht winterfest vorbereitet, riskiert nicht nur Unfälle, sondern auch Bußgelder und Punkte in Flensburg.
- Autodach vor Fahrtantritt nicht von Schnee befreit: 25 Euro
- Fahren mit zugeschneitem oder unlesbarem Kennzeichen: 5 Euro
- Nur ein „Guckloch“ in der Frontscheibe freigekratzt: 10 Euro
- Motor im Stand warmlaufen lassen: 80 Euro
- Keine Winterreifen bei winterlichen Straßenverhältnissen: ab 60 Euro Bußgeld und 1 Punkt in Flensburg
Hinweis: Bei Gefährdung oder Unfall können sich Sanktionen erheblich verschärfen. Zudem drohen Nachteile beim Versicherungsschutz.


